Das Stuttgarter Startup Foodoracle hat sich zum Ziel gesetzt, Lebensmittelverschwendung in Großküchen wie Mensen zu verringern. Die Gründer Valentin Belser und Jakob Breuninger werten mithilfe von Künstlicher Intelligenz Daten aus, um den Bedarf an Lebensmittelmengen für Gastronomen genauer prognostizieren zu können. Derzeit wird das System in der Stuttgarter Universitätsmensa getestet.

Der Foodoracle-Algorithmus wertet detaillierte Daten aus dem Kassensystem hinsichtlich der Nachfrage nach einzelnen Gerichten aus. Benötigt werden dafür Informationen wie Vergangenheitsdaten der Ausgabemenge der Gerichte, Korrelationen zwischen Nachfrage und Wetterdaten, sowie Feiertage, Ferienzeiten oder Prüfungszeiträume. Damit realistische Trendprognosen erzielt werden können, müssen die Daten über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren vorliegen.

Das System lernt ständig aus den neuen Daten dazu und verbessert somit den Gehalt der Prognose, die bereits Wochen vorausblicken kann. Den Erfahrungsschatz der Gastronomen kann und soll die KI jedoch nicht ersetzen. Sie gibt lediglich ein Spektrum an Nachfragewahrscheinlichkeiten an. Welcher Wert daraus der Lebensmittelbestellung zugrunde gelegt wird, entscheidet weiterhin der Mensch.