Pro­log
Elon Musk und Wla­di­mir Putin sorg­ten in den letz­ten Tage — wie­der ein­mal — für Auf­se­hen. Die­ses Mal ging es um das The­ma künst­li­che Intel­li­genz und das enor­me Macht­po­ten­zi­al auf unse­re Gesell­schaft. Putin stieß die Dis­kus­si­on an, indem er KI als Instru­ment der neu­en Welt­herr­schaft dekla­rier­te und somit Elon Musk akti­vier­te, sich erneut kri­tisch zur aktu­el­len Ent­wick­lung zu äußern. KI habe laut Musk mit hoher Wahr­schein­lich­keit das Poten­zi­al, den drit­ten Welt­krieg her­bei­zu­füh­ren.

Das sagt boot.AI
Elon Musk sorgt mit sei­nen Aus­sa­gen über KI schon län­ger für Auf­se­hen. Ihm scheint die­ses The­ma sehr am Her­zen zu lie­gen, äußert er sich sonst doch eher ver­hal­ten zu aktu­el­len Gescheh­nis­sen. Mit sei­nen Aus­sa­gen, KI habe enor­me Poten­zia­le, die auch für Krie­ge, und ande­re bös­wil­li­ge Machen­schaf­ten genutzt wer­den könn­ten hat Musk durch­aus recht. Ein ent­schie­de­ner und vor allem rich­ti­ger Schritt war vor eini­gen Wochen ein offe­ner Brief der füh­ren­den KI-Exper­ten welt­weit — adres­siert an die UN — mit der Bit­te um ein KI-Waf­fen­ver­bot (wir berich­te­ten). Groß­mäch­te wie Russ­land oder Chi­na sind in der Ent­wick­lung von KI und deren Ein­satz in Kriegs­ge­bie­ten und ande­ren mili­tä­ri­schen Insti­tu­tio­nen weit vor­ge­schrit­ten und haben KI als Macht­in­stru­ment längst erkannt. Hier ist also Vor­sicht gebo­ten — Ein­füh­rung von über­staat­li­chen Kon­trol­len hin­sicht­lich Kriegs- und Waf­fen­ein­sät­zen sind abso­lut sinn­voll. KI kann in vie­ler­lei Hin­sicht von Dik­ta­to­ren oder Macht­staa­ten miss­braucht wer­den.
Was man Musk jedoch ent­schie­den vor­hal­ten muss ist, dass er mit sei­nen Aus­sa­gen die pani­sche Angst in der brei­ten Bevöl­ke­rung unge­mein ver­stärkt. Das kann lang­fris­tig nicht ziel­füh­rend sein. Musk selbst pro­fi­tiert schon vie­le Jah­re von der rasan­ten KI-Ent­wick­lung in all sei­nen unter­neh­me­ri­schen Tätig­kei­ten. Mit Ope­nAI hält er sogar ein eige­nes KI-Unter­neh­men, das seit 2015 groß­flä­chig in For­schung und Ent­wick­lung inves­tiert. Er soll­te am bes­ten wis­sen, dass eine staat­li­che Regu­lie­rung (wie er sie einst for­der­te) die enor­men Vor­tei­le von KI (bei­spiels­wei­se im Gesund­heits­we­sen) in exor­bi­tan­tem Maße schmä­lert.
Musk ver­brei­tet mit sei­nen Aus­sa­gen Panik und schafft eine nega­ti­ve Grund­hal­tung gegen­über einem The­ma, das unser aller Leben posi­tiv beein­flus­sen kann. Bevor dar­über kon­struk­tiv dis­ku­tiert wer­den kann, muss gesell­schaft­li­che Auf­klä­rung statt­fin­den. Grund­vor­aus­set­zung dafür ist eine offe­ne Hal­tung der Gesell­schaft, eine kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on der For­schungs­in­sti­tu­te, den staat­li­chen Vor­ha­ben sowie der Unter­neh­mens­ab­sich­ten.
Mit­ar­bei­ter soll­ten zukünf­tig nicht von Maschi­nen ersetzt, son­dern ergänzt wer­den. KI soll­te den Men­schen die­nen, nicht scha­den. All das ist mög­lich, wenn Men­schen in den nächs­ten Jah­ren gemein­sam an der Her­aus­for­de­rung KI arbei­ten.

AI is going to make our lives bet­ter in the future, and dooms­day sce­n­a­ri­os are pret­ty irre­spon­si­ble”. — Mark Zucker­berg (Foun­der & CEO, Face­book)

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