Jeder Künst­ler, egal ob Musi­ker, Maler oder Come­di­an, hält die Urhe­ber­rech­te an dem von ihm geschaf­fe­nen Werk. Was jedoch pas­siert mit dem Urhe­ber­recht, wenn das Werk durch Künst­li­che Intel­li­genz erzeugt wur­de?

Goog­le hat bei­spiels­wei­se eine Künst­li­che Intel­li­genz erzeugt, die neu­ar­ti­ge Melo­di­en kom­po­niert und somit Musi­kern die Band­brei­te an Mög­lich­kei­ten erwei­tert. Ande­re KIs erzeu­gen ein­ma­li­ge Kunst­wer­ke, die teu­er ver­kauft wer­den kön­nen.

Jetzt wur­de in den USA ent­schie­den, dass Künst­li­che Intel­li­genz kei­ne Urhe­ber­rech­te für durch sie geschaf­fe­ne Wer­ke hal­ten kann. Das US-ame­ri­ka­ni­sche Copy­right Office hat ent­schie­den, dass ledig­lich Men­schen Urhe­ber­rech­te an ihren Wer­ken besit­zen kön­nen. Dies sei jedoch nicht im Urhe­ber­rechts­ge­setz aus­drück­lich dar­ge­legt, wird kri­ti­siert. Befür­wor­ter der Ent­schei­dung des Office hal­ten dage­gen, dass Urhe­ber­rech­te den Künst­ler davor schüt­zen sol­len, dass sein Werk durch ande­re genutzt wird, ohne dass er dar­aus einen Vor­teil zie­hen kann. Künst­li­che Intel­li­genz hin­ge­gen hat kei­nen Anspruch dar­auf und sei eher als Tool für die Erstel­lung sol­cher Inhal­te zu sehen. Sonst müs­se auch der Com­pu­ter Urhe­ber­rech­te an mit­tels Auto­kor­rek­tur ver­bes­ser­ten Schrift­stü­cken zuge­spro­chen bekom­men.

Vie­le Fra­gen blei­ben in der Debat­te um Künst­li­che Intel­li­genz und Urhe­ber­rech­te aller­dings wei­ter­hin unge­klärt: Wenn die KI bei­spiels­wei­se krea­ti­ve Wer­ke aus Daten erzeugt, die durch Ande­re ein­ge­speist wer­den — soll­te nicht der­je­ni­ge Urhe­ber des dar­aus Ent­stan­de­nen wer­den?

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